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Temeswar feierte 20 Jahre Freundschaft und Partnerschaft mit Karlsruhe

Gemeinderatsdelegation aus Karlsruhe/Karlsruhe-Platz.

Heinz Doll aus Stupferich, Vorsitzender vom Freundeskreis, war dabei

Gemeinderatsmitglieder aus nahezu allen Fraktionen waren am Wochenende zusammen mit OB Heinz Fenrich in der Banater Partnerstadt Temeswar, um 20 Jahre Verbundenheit der beiden Städte zu feiern.


Foto: pr. Heinz Doll aus Stupferich war dabei, auf dem Foto 1. Reihe, 3. von links neben OB Heinz Fenrich

Die Partnerschaft zwischen Karlsruhe und der westrumänischen Banat-Metropole Temeswar ist Beispiel gebend. Dies betonten die beiden Oberbürgermeister Dr. Gheorghe Ciuhandu (Temeswar) und Heinz Fenrich (Karlsruhe) am vergangenen Wochenende. Und so sieht es auch der Abgeordnete Ovidiu Gant, der für die deutsche Minderheit im rumänischen Parlament in Bukarest sitzt.

Fenrich war mit einer Gemeinderatsdelegation in der Partnerstadt, um 20 Jahre Freundschaft und 15 Jahre Partnerschaft zu feiern. Die mitgereisten Stadträtinnen und Stadträte Christa Köhler (CDU), Michael Zeh (SPD), Michael Borner (Grüne) und Rita Fromm (FDP) bestätigten die Bedeutung der Zusammenarbeit mit der Stadt, in der 1989 die Revolution gegen das diktatorische Ceausescu-Regime begonnen hatte.

In Temeswar waren seinerzeit rund 300 Menschen ums Leben gekommen. Daran erinnert ein Brunnen im Stadtzentrum, zu dessen Bau Karlsruhe vor 14 Jahren 10.000 Mark gestiftet hatte. Seit Samstag hängt darüber eine Bronzetafel, die an die 20 Jahre Beziehungen zwischen den beiden Städten erinnert. Ein Park mit Spielplatzanlage im Süden Temeswars trägt zudem den Namen Karlsruhe-Platz. Ciuhandu und Fenrich haben dort außerdem einen Magnolienbaum eingepflanzt.

Am Sonntag, beim offiziellen Festakt zum 20-Jahre-Jubiläum, unterstrichen Ciuhandu und Fenrich die Bedeutung der Verbindung und unterzeichneten ein Abkommen, das die Partnerschaft weiterentwickeln soll. Die Kommunalversorger beider Städte sollen auf den Gebieten Energie, Wasser und Abwasser Know-how austauschen und damit dokumentieren, dass Karlsruhe zwar Temeswar weiter bei seiner Entwicklung hilft – immerhin ist am Wochenende der 54. Hilfstransport aus Karlsruhe mit Materialien für die deutsche Nikolaus-Lenau-Schule und andere Schulen eingetroffen. Aber die Partnerschaft ist jetzt eine auf Augenhöhe, die von den Menschen lebt. Die Mitglieder der Delegation bestätigten dies und freuten sich über die Kooperation auf ökologischem Gebiet. Der Vorsitzende des Freundeskreises Karlsruhe-Temeswar, Heinz Doll, bedankte sich bei Ciuhandu und vor allem dessen Ehefrau Marianne, die von Anfang an dafür sorgte, dass die LKW-Ladungen aus Karlsruhe stets an den richtigen Stellen gelandet sind.

Als kulturelles Geschenk hatten die Karlsruher das Trio „Kephiso“ mitgebracht, das zum Festakt am Sonntagvormittag aufspielte. Bei einem Konzert am Sonntagabend in der Galerie und Stiftung des vor zwei Jahren verstorbenen Bildhauers Peter Jecza führten die drei Musiker Werke von Robert Schumann, Wolfgang Rihm und Antonin Dvorak auf. Die Galerie plant - eventuell mit Unterstützung der Stadt Temeswar - bei der nächsten "art Karlsruhe" Werke junger rumänischer Künstler auszustellen.

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