05 | 10 | 2022
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Brand eines Misthaufens hält die Feuerwehr Stupferich in Atem

Stupferich.
Am vergangenen Sonntag, den 07.08.2022, ertönten auf einmal die digitalen Funkmeldeempfänger der Feuerwehrangehörigen der Freiwilligen Feuerwehr Stupferich. Manch einer war gerade unterwegs zu einem Ausflug, eine andere gerade aus dem Urlaub zurückgekehrt, wieder ein anderer packte gerade erst die Koffer für den bevorstehenden Sommerurlaub. "Unklare Rauchentwicklung außerorts Richtung Thomashof" war das Alarmstichwort, zu dem nur wenige Minuten nach der Alarmierung das LF10 (Löschgruppenfahrzeug) der Feuerwehr Stupferich ausrückte. Bereits auf der Anfahrt war eine starke Rauchentwicklung von einem Feld zwischen Stupferich und Thomashof erkennbar, sodass der Gruppenführer des Erstausrückefahrzeuges direkt weitere Einsatzkräfte zur Einsatzstelle beorderte.

Dank der vorbildlichen Einweisung einiger Passanten, die sich am Feldweg mit dem besten Zugang zur Einsatzstelle positioniert hatten und den Feuerwehrkräften den kürzesten Weg wiesen, konnte unmittelbar ein umfassender Löschangriff aufgebaut werden. Ein Trupp hatte sich bereits während der Anfahrt mit umluftunabhängigem Atemschutz ausgerüstet und konnte direkt das erste C-Rohr zur Brandbekämpfung vornehmen. Auf Grund des nun seit einem Jahr in Dienst befindlichen Löschfahrzeugs mit seinen 2000 Litern Wasser an Bord und dem bereits ebenfalls auf Anfahrt befindlichen Tanklöschfahrzeugs (TLF 3000) mit weiteren 3000 Litern Wasser, wurden direkt zwei weitere Angriffsrohre vorgenommen. Durch diese schnelle und beherzte Reaktion und Einsatztaktik konnte das Feuer von drei Seiten aus bekämpft und an der weiteren Ausbreitung gehindert werden. Keine Sekunde zu früh - nur fünf Minuten später wäre der benachbarte Acker in Vollbrand gestanden.

Kommandant Oliver Doll telefonierte bereits zu diesem frühen Zeitpunkt bekannte Landwirte aus Stupferich ab, um diese samt Frontlader (Traktor mit Frontschaufel) zur Einsatzstelle zur Unterstützung zu bekommen. Es war nicht viel Überzeugungsarbeit notwendig bis sich drei Landwirte auf den Weg machten, um vor Ort zu unterstützen. Am Brandort selbst waren mittlerweile auch die verstärkenden Kräfte der Berufsfeuerwehr sowie die Kameradinnen und Kameraden der Abteilung Wettersbach eingetroffen, um mit massivem Wassereinsatz zunächst die Brandstelle etwas herunterzukühlen. Über vier Stunden zogen sich bei sengender Hitze die Löscharbeiten des großen Dunghaufens hin. Zur erfolgreichen Bekämpfung musste der kompakte Haufen auseinandergezogen und einzeln abgelöscht werden - wichtig dabei war stete Abkühlung: nicht nur des brennenden Strohs und Pferdemists, sondern auch der Fahrzeuge, die mit heißem Motor auf den Wiesen unterwegs. Auch ein regelmäßiges Tauschen und Auslösen der Einsatzkräfte war bei diesem Wetter geboten und klappte reibungslos.

Das notwendige Löschwasser wurde mit drei Fahrzeugen im sogenannten Pendelverkehr zur Einsatzstelle transportiert - von den Wasserentnahmestellen in Thomashof und in Stupferich zur Einspeisung ins Stupfericher LF 10, das die Infrastruktur vor Ort bereitstellte. Knapp 62.000 Liter Wasser später konnte endlich "Feuer aus" gemeldet werden und der Rückbau der Einsatzgeräte beginnen. Für die ausreichende Versorgung der Einsatzkräfte mit Getränken sorgte nicht nur die Infrastruktur der Stupfericher Feuerwehr, sondern auch zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, die den Einsatzkräften an den Wasserentnahmestellen Snacks und kühlende Getränke bereit stellten. "Ich bin froh und stolz, dass wir in Stupferich so gut zusammenhalten und für einander da sind - ein herzliches Dankeschön und Vergelt's Gott an dieser Stelle für diese Unterstützung!", so Kommandant Oliver Doll im Rahmen der Einsatznachbesprechung.

Nach dem Einsatz ist vor dem Einsatz - deshalb war mit der Meldung "Feuer aus" der Tag für die Stupfericher Feuerwehrleute noch nicht vorbei - es galt die Gerätschaften wieder zu säubern und zu tauschen und damit für die nächsten Einsätze bereit zu sein. Fast alle Schläuche des Stupfericher Löschfahrzeugs waren im Einsatz gewesen und mussten im Anschluss manuell gereinigt und getrocknet werden, bevor sie wieder aufs Einsatzfahrzeug verlastet werden konnten. Die verwendeten Atemschutzgeräte und Masken mussten auf der Hauptwache der Berufsfeuerwehr getauscht und gewechselt werden. Außerdem wurde die Einsatzstelle durch einen kleinen Trupp am späten Abend noch einmal auf Hitze und Feuer im Rahmen der sogenannten Brandnachschau kontrolliert.

Wir danken nochmals ausdrücklich allen großen und kleinen Helferinnen und Helfern des Tages, ohne die der Einsatz nicht so erfolgreich verlaufen wäre!







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