25 | 09 | 2017
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Karlsruhes Einwohnerzahl auf neuem Höchststand

Mehr Studierende durch doppelten Abiturjahrgang / Faktor Zuwanderung

Karlsruhe wächst kontinuierlich - und das seit 15 Jahren. Steigende Studierendenzahlen durch den doppelten Abiturjahrgang ließen die Bevölkerung erneut um 4.000 auf exakt 307.047 Einwohnerinnen und Einwohner wachsen, teilt das städtische Amt für Stadtentwicklung mit. Einen neuen Höchststand erreichte mit 289.655  Menschen auch die Zahl der Bewohnerinnen und Bewohner, die ihren Hauptwohnsitz in der Fächerstadt haben. Verantwortlich dafür ist auch die Erstwohnsitzkampagne: der Anteil von Frauen und Männern mit Nebenwohnsitz schrumpfte von ehemals 23.000 auf 17.392.

Betrug die Differenz zwischen Zu- und Fortzügen 2011 noch knapp 2.800, lag die Zahl 2012 bei einem Plus von 4.379 Personen. Grund  für die anhaltend erfreuliche Entwicklung sind Neu-Karlsruherinnen und Neu-Karlsruher aus den Regierungsbezirken Stuttgart, Tübingen und Freiburg. Zu nennen sind aber auch Zuwanderungen vorwiegend aus Rumänien, Serbien, Polen, Mazedonien, Pakistan, Syrien, Iran und Irak, Indien und Afghanistan. Damit sind die so genannten Wanderungsverluste in Umlandgemeinden des Landkreises Karlsruhe (713) und Germersheim (161) mehr als ausgeglichen.

Profitiert vom Bevölkerungszuwachs haben die vor allem die Innenstadtbereiche sowie Knielingen (plus 218 Personen) und Neureut (plus 474 Personen) durch die Bebauung der früheren Konversionsgebiete. Spitzenreiter ist die Südstadt. Sie erlebt in ihrem östlichen Teil auf dem ehemaligen Bundesbahngelände einen wahren "Bauboom". Verbunden ist die Attraktivität des neuen Quartiers mit einem starken Bevölkerungszuwachs von zuletzt rund 800 Menschen. Zusammen genommen verteilen sich knapp 40 Prozent des Bevölkerungsanstiegs allein auf diese drei Stadteile. 

Bei der natürlichen Bevölkerungsentwicklung gab es 2012 einen Rückgang. Zwar bleibt Karlsruhe mit 2.559 Geburten relativ konstant. Stellt man diese jedoch den 2.979 Sterbefällen gegenüber, ist mit dem Minus von 420 das zweitstärkste Geburtendefizit der letzten zehn Jahre zu verzeichnen.

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