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Tiere und Pflanzen des Jahres

Wildapfel, Bekassine, Flussköcherfliege, Schlingnatter, Leberblümchen

Der Wildapfel ist der Baum des Jahres 2013. In den Wäldern rund um Karlsruhe ist er nur noch sehr selten anzutreffen. Vereinzelt stehen Wildapfelbäume in den Hartholzwäldern der Rheinaue, in der Flussaue und in der Vorbergzone, bevorzugt an lichten Waldrändern. Die maximal vier Zentimeter im Durchmesser großen Früchte sind herb-sauer, holzig und für den Menschen allenfalls gedörrt oder gekocht genießbar. „Die zweifelsfreie Bestimmung reiner Wildäpfel ist schwierig“, weiß Ulrich Kienzler, Leiter der städtischen Forstverwaltung, denn „Wild- und Kulturäpfel bilden durch gegenseitige Bestäubung gerne so genannte Bastarde“. Exakte Artbestimmungen lassen sich zweifelsfrei nur durch DNA-Analysen durchführen“, so Kienzler. Typisch für Wildäpfel sind die sehr kleinen, gelb-grünen Früchte mit einem maximalen Durchmesser von nur vier Zentimeter. Sie sind herb-sauer, holzig und für den Menschen höchstens gedörrt oder gekocht genießbar. Die Bäume können bis zu 100 Jahre alt werden und erreichen einen Stammdurchmesser von bis zu 45 Zentimetern. Übringens zeigen genetische Untersuchungen, so Kienzler, dass "unsere Kulturapfelsorten vermutlich nicht vom europäischen Wildapfel, sondern wohl von asiatischen Wildäpfeln abstammen".  Das Holz des Wildapfelbaumes spielt aufgrund der geringen Mengen keine Rolle für die wirtschaftliche Nutzung. Wegen seines rötlich-braunen Kernholzes sind kleine Holzmengen aber bei Drechslern und Kunsttischlern sehr beliebt. Früher wurde das harte Holz für Zahnräder und Holzschrauben verwendet. Die Forstverwaltung Baden-Württemberg hat ein Programm zur Rettung dieser gefährdeten Baumart aufgelegt. Auch städtischen Förster beteiligen sich daran. Im Frühjahr 2013 steht der Wildapfel im Mittelpunkt einer Pflanzaktion zusammen mit einer Schule. Wie nach Angaben von Forstabteilungsleiter Ulrich Kienzler ohnehin vorgesehen ist, in Zukunft bei allen Waldpflanzungen Wildobstsorten mit zu pflanzen.

Eine echte Seltenheit und in der Umgebung von Karlsruhe allenfalls noch an sehr versteckten Ecken in Mooren und Sümpfen zu finden ist der Vogel des Jahres 2013. Die Bekassine, auch „Meckervogel“ genannt, ist durch die fortschreitende Zerstörung ihres Lebensraumes in ganz Deutschland stark vom Aussterben bedroht. Auch Verwandten der Bekassine, dem Großen Brachvogel oder der Uferschnepfe, droht ein ähnliches Schicksal.

Nicht ganz so selten, aber dennoch gefährdet ist das Insekt des Jahres, die gebänderte Flussköcherfliege. Sie bevorzugt saubere, relativ sauerstoffreiche Bäche, wie etwa die Alb in ihrem Oberlauf. Die ausgewachsenen Fliegen sind ziemlich unscheinbare, graue Insekten, die sich tagsüber im Moos und Totholz oder unter Blättern ufernaher Pflanzen verbergen. Gegen Abend tanzen sie am Wasser in Schwärmen und werden häufig mit Mücken verwechselt. Für Ökologen eher faszinierend sind ihre Larven. Sie leben im Wasser und bauen sich aus kleinen Steinchen und Pflanzenteilen einen Köcher. Daher stammt der Name für das Tier.

Lediglich im Norden von Grötzingen kommt die Schlingnatter noch vor. Dieses Reptil des Jahres ist den meisten Menschen unbekannt, weil es nur selten beobachtet werden kann. Auch dieses harmlose Reptil, das sich von Mäusen und Eidechsen ernährt, ist gefährdet.

Das Leberblümchen, die Blume des Jahres, ist in Karlsruhe allenfalls an lichten Stellen des Turmbergs anzutreffen. Weitere Informationen über Tiere und Pflanzen des Jahres gibt es auf der Internetseite des NABU: www.nabu.de/tiereundpflanzen/naturdesjahres.

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