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Stadt Karlsruhe bietet umfangreiche Serviceleistungen im Bereich Entsorgung

Erläuterungen zum Müllgebührenranking des Interessensverbands "Haus und Grund"

Der Interessensverband „Haus und Grund“ hat ein Müllgebührenranking vorgestellt, das die Müllgebühren in 100 deutschen Städten vergleicht. „Haus und Grund“ möchte damit die Kommunen grundsätzlich zum Thema Müllgebühren sensibilisieren und findet hier in Karlsruhe offene Türen. Die Studie basiert auf zwei Berechnungsvarianten, von denen nur ein Modell tatsächlich der überwiegenden Entsorgung in Karlsruhe entspricht – die 14-tägige Abholung des Restmülls im Vollservice. In die Gesamtbewertung der Studie geht auch eine fiktive einwöchige Leerung des Restmülls ein. Dieses Modell wird in Karlsruhe nicht ausgeführt, deshalb macht eine Bewertung keinen Sinn. Im realistischen Vergleichsmodell ist die Stadt Karlsruhe besser bewertet, hat aber immer noch überdurchschnittlich hohe Müllgebühren.

Dafür gibt es zwei wesentliche Gründe:
1.    Die Stadt bietet über die Gesamtgebühr umfassende und komfortable zusätzliche Serviceleistungen, die in den meisten deutschen Städten in diesem Umfang nicht angeboten werden. Diese Leistungen nehmen die Bürgerinnen und Bürgern gerne in Anspruch, sie gehen aber auch in die Berechnung der Gesamtkosten ein. Eine Reduzierung dieser überdurchschnittlichen Standards würde auch die Müllgebühr sinken lassen – und müsste entsprechend den Bürgerinnen und Bürgern vermittelt und mit dem Gemeinderat diskutiert werden.

Folgende zusätzliche kostenfreie Leistungen bietet die Stadt an:

Wertstoffe:
Haussammlung über die Wertstofftonne (14-täglich): Karlsruhe sammelt neben dem Grünen Punkt, der in vielen Städten als Gelber Sack gesammelt wird, in der Wertstofftonne auch Kunststoffe, Metalle und Holz. Damit bietet die Stadt ihren Bürgerinnen und Bürgern einen vergleichsweise hohen Komfort an. Viele Städte bieten die Sammlung zusätzlicher Wertstoffe nur als Bringsystem auf Wertstoffhöfen und als 2- oder 3-wöchige Abholung über den Gelben Sack an. In Karlsruhe ist die Abgabe zusätzlich an insgesamt neun Wertstoffstationen im Stadtgebiet möglich.

Grünabfälle:
Abgabe an zwei Kompostierungsanlagen (hier kann auch kostenlos Kompost mitgenommen werden) oder Grünabfallcontainer an ca. 20 Standorten im Stadtgebiet, Laubsacksammlung im Herbst, Christbaumsammlung im Januar


Schadstoffe:
Zwei Annahmestellen im Stadtgebiet sowie die Mobile Schadstoffsammlung

Weiße Ware / Weiße Ware Plus:
Abholung der „Weißen Ware“ – beispielsweise Kühlschränke, Waschmaschinen oder Spülmaschinen – zweimal pro Jahr auf Abruf möglich.

Sperrmüllsammlung:
Ein festgelegter Straßensperrmülltermin sowie ein individueller Sperrmülltermin („Sperrmüll auf Abruf“). Die meisten Städte bieten nur 1 bis 2 mal jährlich Sperrmüll auf Abruf.

2.    Die Studie geht von einer als durchschnittlich festgelegten recht hohen Restmüllmenge pro Einwohner und Jahr aus. Tatsächlich variieren diese Werte zwischen den Städten erheblich. Die Karlsruherinnen und Karlsruher produzieren 125 kg – je Einwohner und Jahr. Zum Teil liegen andere Städte bei bis zu 200 kg; d.h. dort werden mehr Tonnen benötigt, die entsprechende Kosten bei den Bürgerinnen und Bürgern verursachen. Diese geringere Menge ist im Übrigen auch ein Ergebnis der gebührenfreien Wertstofftonne und des guten Angebotes in Karlsruhe.

Die Musterfamilie, die dem Vergleich zugrunde gelegt wird - eine vierköpfige Familie in einem Einfamilienhaus -, entspricht nur einem Ausschnitt der Realität in den größeren Städten.
In Karlsruhe findet ein Großteil der Restmüllentsorgung über größere Einheiten statt, z.B. über 1.100 Liter Restmüllbehälter. Damit läge Karlsruhe nach dem Maßstab der Studie z.B. bei 9 Familien in einem Mehrfamilienhaus rund 10 Prozent günstiger als im Rankingvergleich im Vollservice angenommen.

Um künftig die Kosten zu senken, ist das Amt für Abfallwirtschaft beauftragt, die Touren bei der Abfallsammlung optimieren. Auch bezahlt die Stadt Karlsruhe derzeit aus einem Altvertrag resultierend einen über dem Marktlevel liegenden Verbrennungspreis in der Müllverbrennungsanlage. Das AfA erwartet, dass die Kosten mit einem neuen Vertrag ab 2020 sinken werden. Mittel- und langfristig werden sich auch die günstigere externe Entsorgung des Bioabfalls und die Papiertonne positiv auf die Gebühren auswirken.

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