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Verkehrskonzept für IKEA steht

Sachstand im Planungsausschuss: Satzungsbeschluss bis Ende 2016 vorgesehen

Auf den neuesten Stand gebracht hat sich der Planungsausschuss in nichtöffentlicher Sitzung am Donnerstag (14. April) in Bezug auf die Ansiedelung des Einrichtungshauses IKEA. Diesem ist daran gelegen, bis Ende 2016 für das rund 5,8 Hektar große Areal zwischen Gerwigstraße, Durlacher Allee, Weinweg und Ostring (Bahntrasse) über einen Bebauungsplan Baurecht zu bekommen. Hierfür liegt inzwischen ein tragfähiges Verkehrskonzept vor. Auch hat das Unternehmen sein Baukonzept mittlerweile soweit konkretisiert, dass es mit dem Bebauungsplanverfahren weitergehen kann. Die Auslegung sei vor der Sommerpause vorgesehen, informierte Bürgermeister Michael Obert, der Satzungsbeschluss bis Ende 2016.

Fassadenwettbewerb für Gebäude
IKEA Karlsruhe ist als kompakter Baukörper im östlichen Teil des Grundstücks geplant. Die Höhe orientiert sich an XXXL Mann Mobilia: Das Gebäude ist mit rund 28 Meter Höhe geplant, mit Ladenfläche über zwei Geschosse, darüber drei Parkdecks mit begrüntem Flachdach. Der Eingangsbereich an der Ecke Durlacher Allee/Weinweg ist 34 Meter hoch vorgesehen. In einem rund sechs bis acht Meter hohen Nebengebäude - wiederum mit Dachbegrünung - an der Durlacher Allee/Ecke Ostring ist Technik untergebracht.

Um dem Standort mit angemessener Gestaltung gerecht zu werden, werden sechs Büros von IKEA aufgefordert, Ideen für die Fassadengestaltung zu erarbeiten. Das Ergebnis dieser Mehrfachbeauftragung soll bis zum Sommer vorliegen, sodass dieses zusammen mit der Auslegung des Bebauungsplans der Öffentlichkeit präsentiert werden kann. Auf Nachfrage aus dem Ausschuss teilte die IKEA-Vertreterin mit, dass Vorgabe der Mehrfachbeauftragung sei, sich in einem Ideenteil auch um die Einbeziehung der Außenbereiche zu kümmern.

Das Erschließungskonzept sieht zwei Kunden-Zufahrten vor – von der Durlacher Allee und der Gerwigstraße. Die Abfahrt ist über die Gerwigstraße und den Weinweg möglich. Der Lieferverkehr soll im Westteil des Grundstücks zwischen Bahngleisen und IKEA-Gebäude abgewickelt werden. Die Hauptzufahrt der Lieferanten erfolgt von der Durlacher Allee in einer gemeinsamen Zufahrt mit den Pkw-Verkehren, die Ausfahrt ist parallel zum Bahndamm in die Gerwigstraße geplant. Grundsätzlich möglich ist zudem eine Anlieferung über eine Zufahrt von der Gerwigstraße vom Ostring her kommend.

Für die Erschließung wurden alle Einflussgrößen intensiv untersucht
Im Ausschuss dargelegt wurde, dass nicht nur der Pkw-Verkehrsfluss im Fokus stand, sondern auch auf eine gute Erschließung mit dem ÖPNV, zu Fuß und per Rad geachtet wurde. Vorgabe war zudem, den Alleencharakter der Durlacher Allee zu beachten.

Für das Verkehrskonzept wurden alle Einflussfaktoren sehr intensiv betrachtet. Darunter auch Spitzenbelastungen etwa durch ein Heimspiel des Karlsruher SC. Dies bestätigte die Verwaltung auf eine Nachfrage aus dem Ausschuss. Und obwohl IKEA bei seinem citynahen Standort stark auf die Anreise per Rad oder ÖPNV setzt, wurden „klassische IKEA-Verkehre“ angenommen, um auf der sicheren Seite zu sein.

Für die Erschließung muss der öffentliche Bereich an verschiedenen Stellen angepasst werden. Dies gilt insbesondere für die Durlacher Allee, was mit IKEA und hier vor allem mit einer zweiten Linksabbiegespur stadtauswärts in den Weinweg zu tun hat, aber auch mit der Verbreiterung der Haltestelle Weinweg für den barrierefreien Ausbau.

Weil durch IKEA mehr Menschen an der Haltestelle ein- und aussteigen werden als bisher, soll die Dreiecksinsel in der Einmündung Weinweg in die Durlacher Allee vergrößert werden. So haben Fußgängerinnen und Fußgänger dort mehr Platz. Und auch mehr Radfahrende können sich hier zum Queren der Straße sicher aufstellen. Vorteil eines zweiten Linksabbiegers am Kontenpunkt Durlacher Allee/Weinweg ist, dass mehr Fahrzeuge in einer Ampelphase über die Kreuzung kommen, der Hauptverkehrsstrom auf der Durlacher Allee daher mehr Grün bekommen kann. Davon profitiert auch der Radverkehr.

Planung erlaubt den Erhalt von möglichst vielen Bäumen
Durch die Aufweitung des Straßenraums muss im Süden der Straße vermehrt in die Böschung eingegriffen werden. Durch Anpassung der Ausformung des Bahnsteigs, Abrücken des Gehwegs südlich der Baumreihe und Verlegung der Zufahrt zum Vereinsgelände der ESG Frankonia können aber im Bereich der Kleingartenanlage die Bäume erhalten bleiben. Der Verbreiterung der Durlacher Allee weichen müssen jedoch Bäume ab Vereinszufahrt bis zum Weinweg. Die Planung sieht Eingriffe in den Kleingarten-Parkplatz und das Frankonia-Gelände vor, um Flächen für Ersatzbäume und einen straßenbegleitenden Radweg sowie Gehweg zu erhalten.

Auf der Nordseite können die Bäume stehen bleiben. Der bestehende kombinierte Geh- und Radweg zwischen den Baumreihen bleibt erhalten. Nur im Zufahrtsbereich zum Parkhaus werden aus Sicherheitsgründen Rad- und Gehweg parallel zur Durlacher Allee geführt.

Anpassungen auch in Gerwigstraße, Weinweg und Ostring
Am Knotenpunkt Gerwigstraße/Ostring ist vorgesehen: ein zusätzlicher separater Linksabbiegestreifen, ein eigener Rechtsabbiegestreifen und Geradeaussteifen in der östlichen Gerwigstraße nach Westen, ein Radfahrstreifen auf der Nordseite sowie ein durchgehendes Radfahrangebot auf der Südseite.

Der Anschluss IKEA in der Gerwigstraße ist nur über ein Rechtsab- und Rechtseinbiegen möglich. Für den abfließenden Verkehr nach Westen wird in der Gerwigstraße vor dem Knotenpunkt mit dem Weinweg ein U-Turn zum Wenden eingerichtet.

Im Weinweg wird unter anderem ab der IKEA-Ausfahrt ein dritter Fahrstreifen weitergeführt. Um den Ostring für das erhöhte Verkehrsaufkommen zu ertüchtigen, soll er am Knotenpunkt mit der Durlacher Allee in der nördlichen Zufahrt einen vierten Fahrstreifen als kombinierter Geradeaus-/Rechtsabbiegestreifen erhalten. Hier müssen drei Bäume entfernt werden, Ersatz ist auf dem begleitenden Grünstreifen möglich.

 

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