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Feier zu 50 Jahre Oberwald / Reinschmidt 100 Tage im Amt

Es ist das Jahr der Jubiläen. Neben Stadtgeburtstag und 150 Jahre Zoo Karlsruhe konnte der Tierpark Oberwald am vergangenen Sonntag sein 50-jähriges Bestehen feiern. Eine gute Gelegenheit für Zoodirektor Matthias Reinschmidt für ein erstes Resümee - er ist mittlerweile 100 Tage im Amt.

„Als Provisorium geplant, wurde der Tierpark zur Dauereinrichtung und ein beliebtes Naherholungsgebiet“, erinnerte Bürgermeister Michael Obert bei der Jubiläumsfeier an die Entstehung zur Bundesgartenschau 1967. Ein Provisorium ist der Tierpark lange nicht mehr. Und ginge es nach den Zoofreunden Karlsruhe, könnte dem Tierpark noch mehr Aufmerksamkeit vertragen. „Es muss mehr Werbung gemacht werden, der Tierpark attraktiver werden“, sagte Ilse Wadle von den Zoofeunden. Ein Anliegen, das auf offene Ohren stößt. „Der Oberwald ist für den Zoo Gold wert. Hier können wir Tiere so halten, wie es im Zoo nicht möglich wäre“, betonte Reinschmidt. Im Zoologischen Stadtgarten soll deshalb zukünftig besser und größer auf den Oberwald hingewiesen und dort das Angebot erweitert werden. Vom Kleinod Tierpark Oberwald konnten sich die Besucherinnen und Besucher beim Aktionstag am Sonntag überzeugen  - bei Führungen zu den Oberwald-Tieren sowie Artenschutzprogrammen oder auch Fütterungen. An Info-Stände blieb keine Frage unbeantwortet. Auch Dr. Reinschmidt gab bereitwillig Auskunft.

„Herr Reinschmidt ist super. Was Besseres hätte uns nicht passieren können. Die Zusammenarbeit läuft ohne Probleme", zeigte sich Daniel Hagist von den Zoofreunden begeistert. Eine Freude, die der Förderverein des Zoos mit den Karlsruherinnen und Karlsruhern teilen. „Es ist klasse, dass Matthias Reinschmidt jetzt der Chef ist. Er ist sympathisch und tut viel. Da hat Karlsruhe wirklich einen guten Griff getan“, war Winfried Blum, ein Besucher, angetan von der neuen Leitung.

Eine Einschätzung, die auch Obert teilt. Reinschmidt sei jemand, der „dem Zoo gut tut“. Er sei nicht nur mit jeder Faser Zoodirektor, sondern gehe auch nach draußen. „Er ist ein Medienmensch“, könne den Zoo attraktiver machen und sicher auch Sponsoren gewinnen.

Begehbares Gehege bei den Kängurus

Diese sind bei den ambitionierten Plänen auch nötig. So sollen manche Gehege neu beziehungsweise umgebaut werden, etwa die Anlage für Erdmännchen im Zoologischen Stadtgarten. „Die ist im Moment etwas ab vom Schuss und soll näher zur Afrikasavanne", erklärte Zoodirektor Reinschmidt. Auch bei den Kängurus soll es Veränderungen geben. Ihr Gehege soll für Besucherinnen und Besucher begehbar werden. „Die Tiere bekommen ungefähr ein Drittel mehr Platz, das wird die Kontaktzone. Sie können sich jederzeit zurückziehen, wenn es ihnen zu viel wird“, erklärt Reinschmidt die Pläne.

Auswahl nach dem "Arche-Noah-Prinzip"

In die Erarbeitung des Entwicklungskonzept Zoologischer Stadtgarten kann Reinschmidt weitere Überlegungen einbringen. Generell geht es darum, den Zoo zu einem Artenschutzzentrum auszubauen. Auf den Löwe muss nicht zwingend wieder ein Löwe folgen. Denkbar ist etwa ein vom Aussterben bedrohter Tiger. Bei den Menschenaffen könnten es Orang-Utans sein. Reinschmidt: „Entscheidend wird sein, wie selten ein Tier ist“. Es soll nach dem „Arche-Noah-Prinzip“ ausgesucht werden. „Wir wollen auch eine Genreserve schaffen. Denn manche Tierarten wären schon ausgestorben, wenn einige Exemplare nicht in menschlicher Obhut gewesen wären“. Klassisches Beispiel sei das Wisent, das in freier Wildbahn vollständig ausgerottet war. Nur einige Exemplare lebten noch in wenigen Zoos. Heute sind es wieder mehrere Tausend in freier Wildbahn.

Die Zootiere sollen Botschafter für bedrohte Tierarten sein. Außerdem soll das Wissen Drumherum stärker in den Mittelpunkt rücken. Etwa: Welche Bedeutung hat der Regenwald und welche Produkte tragen zu seiner Abholzung bei?

Für die Umsetzung dieser Ziele stehen die Chancen gut. „Die Zusammenarbeit mit der Verwaltung ist hervorragend“, freute sich Reinschmidt. Bisher habe er es keine Sekunde bereut, nach Karlsruhe gekommen zu sein. „Ich bin glücklich, dass mir so viel Sympathie entgegengebracht wird. Ich habe hier eine echte Willkommenskultur erfahren“, sagte Reinschmidt mit einem Schmunzeln.

Auch den generellen Wechsel aus Teneriffa habe er nicht bedauert. „Ich freue mich über spürbare Jahreszeiten. Nach einer Zeit vermisst man sogar den herbstlichen Nieselregen“, lachte er. Und überhaupt: In diesem Jahr sei es im Sommer in Karlsruhe heißer als auf Teneriffa gewesen.

Weitere Informationen

Homepage des zoologischen Stadtgartens

Nähere Informationen zum Oberwald

Homepage von Matthias Reinschmidt

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