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Islamischer Religionsunterricht auch an der Nebenius-Grundschule

Schulbeirat stimmt zu / Landesregierung hatte Modellprojekt verlängert und ausgebaut

Nach durchweg positiven Erfahrungen an der Karlsruher Gutenberg- wie der Schillerschule ist auch die Nebenius-Grundschule als Standort für das Modellprojekt „Islamischer Religionsunterricht“ benannt worden. Der Schulbeirat erteilte diesem Vorschlag des Staatlichen Schulamts in seiner jüngsten nichtöffentlichen Sitzung unter dem Vorsitz von Bürgermeister Martin Lenz seine einstimmige Unterstützung. Finanzielle Auswirkungen hat dieser Beschluss unmittelbar keine. Die Landesregierung hat ihr Projekt 2014 ausgedehnt - sowohl zeitlich um weitere vier Jahre als auch um das Ziel, jährlich bis zu 20 weitere Schulen einzubinden.

Es geht um islamischen Religionsunterricht sunnitischer Prägung. Aufgrund dieser Bekenntnisorientierung und mangels vergleichbarer Strukturen wie sie Evangelische und Katholische Kirche in Deutschland aufweisen, ist ein klar bekundeter Elternwille Voraussetzung für die Einführung. Ausdrücklich weithin begrüßt, auch seitens der Mitglieder des Schulbeirats, wird der Umstand, dass der Unterricht auf Deutsch gehalten wird. Von staatlich geprüften Lehrkräften, die im Schuldienst des Landes stehen und eine Zusatzqualifikation für islamischen Religionsunterricht an der Pädagogischen Hochschule (PH) erworben haben. Die PH Karlsruhe begleitet das Modellprojekt wissenschaftlich und konstatiert große Erfolge. Zudem teilte das Kultusministerium mit: „Die Tatsache, dass islamischer Religionsunterricht sunnitischer Prägung zeitlich parallel zu den Unterrichtsangeboten anderer Konfessionen erteilt wird, hat ihn zur schulischen Normalität werden lassen.“

Das soll dann künftig auch an der Nebenius-Grundschule gelten, die sich, wie der Leiter des Schul- und Sportamts, Joachim Frisch, ausführte, durch Lage und Struktur angeboten habe. Ein wesentlicher Mehrwert des Unterrichts liege darin, so Frisch, „dass die Kinder eine Anknüpfung an ihre private Lebenswelt entsprechender kultureller Prägung erhalten“. Der Schulbeirat hob die konstruktive Bedeutung des Projekts für gelungene Integration hervor. Dass christlicher und islamischer Religionsunterricht parallel stattfinden und letzterer sich eben nicht nur im Koranunterricht der Moscheegemeinden entwickle, unterstreiche das verbindende Element der Interkulturalität. So wie in Stuttgart schon an einem Gymnasium angewandt, solle das Angebot möglichst bald auf alle Schularten ausgeweitet werden.

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