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Stadt schließt Verträge mit Altpapier sammelnden Vereinen

Amt für Abfallwirtschaft als Dienstleister / Auch unter 16-Jährige können sammeln

Die Stadt Karlsruhe und Vereine und Institutionen, die aus sozialen Zwecken und für ihre Jugendarbeit Altpapier bei Straßensammlungen oder in Containern sammeln wollen, sind derzeit dabei, Verträge darüber zu unterzeichnen.

Der Förderkreis Akkordeonfreunde Grötzingen, der VfB Grötzingen und die Ministrantengemeinschaft St. Peter und Paul Durlach haben ihre Unterschriften bereits geleistet. Nach einem Treffen von zwölf Vereinen mit dem Leiter des Amtes für Abfallwirtschaft, Stefan Kaufmann, haben weitere Vereine zugesagt, die Vereinbarung mit der Stadt Karlsruhe zu unterzeichnen. Alternativ können die Vereine weiterhin eigenständig oder mit den gewohnten privaten Entsorgungsfirmen zusammenarbeiten und ihre Sammlungen in den Stadtteilen im bisherigen Umfang weiter betreiben. Die Stadt ergänzt mit ihrem Angebot die bisherigen Möglichkeiten und unterstützt die Vereine bei ihren Sammlungen. "Die Stadt bleibt ein verlässlicher Partner der Vereine. Dieses Konzept haben wir auch im Dezember dem Gemeinderat vorgestellt",so Stefan Kaufmann, der die gute Zusammenarbeit mit den Vereinen als positives Zeichen dafür sieht, dass die Papiersammlung in Karlsruhe auf verschiedenen Entsorgungswegen funktionieren kann - über die Sammlung der Vereine, die Abgabe an den Wertstoffstationen und - falls die erst genannten Wege nicht genutzt werden - über die zukünftige Papiertonne.

Auch der VfB Grötzingen 1904 e.V. setzt gemeinsam mit den Akkordeonfreunden Grötzingen auf die Straßensammlung. Beide Vereine sammeln derzeit pro Jahr über 400 Tonnen ein. Wenn es gelingt, die Sammlungen zu erhöhen, werden beide Vereine für die Jugendarbeit einen höheren Ertrag erwirtschaften, so Kurt Fischer, Vorstandsmitglied des VfB Grötzingen. Der Verein wird in den nächsten Wochen in Grötzingen die Werbetrommel für die Straßensammlung rühren und auch andere Vereine ermuntern, die Sammlungen durchzuführen und einen Vertrag mit der Stadt abzuschließen. Denn davon profitieren nicht nur die Bürger, sondern auch die Vereine.

So wie bisher, ist es mit den Verträgen auch in Zukunft möglich, dass die Vereine - entweder in Kooperation mit der Stadt oder in eigener Verantwortung - Altpapier einsammeln und mit dem Erlös ihre Vereinsarbeit finanzieren. So kann beispielsweise die Sammlung über das AfA vermarktet werden, Fahrzeuge und Fahrer werden jedoch von einer privaten Firma gestellt. Die Stadt stellt auch Sammelcontainer zur Verfügung. Garantiert wird eine angemessene Vergütung, die über den bisher erzielten Erlösen liegt. Die Stadt sagt den Vereinen zu, dass sie die Erlöse für das Papier spätestens 30 Tage nach der Sammlung oder Container-Abholung auf ihrem Konto haben. Die Verträge, die jetzt vereinbart werden, gelten zunächst vom 1. Juli bis Jahresende, verlängern sich aber anschließend automatisch.

Da die Sammelfahrzeuge „Arbeitsmaschinen“ sind, ist die Stadt Karlsruhe gehalten, alle einschlägigen Bestimmungen des Jugendschutzes und der Berufsgenossenschaften einzuhalten. Daher müssen Sammlerinnen und Sammler, die die Sammelfahrzeuge bestücken, mindestens 16 Jahre alt sein. Dies gilt nicht, wenn die Vereine das Altpapier mit Kleintransportern einsammeln. Auch können jüngere Altpapiersammler weiterhin die Pakete einsammeln und den über 16-Jährigen zureichen. So sollen Unfälle vermieden werden, wie sie in anderen Kommunen bedauerlicherweise schon passiert sind. Wenn die Vereine bei ihren Sammlungen mit privaten Entsorgungsfirmen zusammenarbeiten, tragen diese die Verantwortung für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren.

Amt für Abfallwirtschaft und Vereine schließen Altpapier-Sammelverträge

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