10 | 09 | 2010
Diavortrag mit Bildern von Hans Pallasch - Fotograf und Chronist PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Siegfried Becker   
Freitag, den 20. November 2009 um 13:54 Uhr

Bilderabend im Rahmen der Reihe "Stupfericher Lebensart"


Der CDU-Ortsverband Stupferich lud am Donnerstagabend um 19:30 Uhr  zu einem Bilderabend ein. Hans Pallasch öffnete sein fast 30 Jahre altes Bilderarchiv, aus welchem von Samuel Degen (Stupferich.org) über 350 Fotos digitalisiert und an diesem Abend per Beamer präsentiert  wurden. Da  Dias und Negative eine begrenzte Lebenszeit haben und sich im Laufe der Jahre ihre Abbildungsqualität kontinuierlich verschlechtert,  ist nun so für die Nachwelt ein wertvoller Schatz gesichert.
Klaus Abendschön (CDU Stupferich)  moderierte den Abend an, übergab Samuel Degen das Mikrofon, der dann als Laudator in seiner Rede den Lebensweg von Hans Pallasch seit seiner Geburt darstellte.
Die Bildbeiträge im Vortrag waren in verschiedene Kategorien unterteilt, wie zum Beispiel „Fronleichnamsumzüge“, „Altäre“, „Fassanstiche“,“ Feste“  und behandelten so abgegrenzte Themengebiete. Ludwig Kast kommentierte die einzelnen Bilder in Komoderation mit Hans Pallasch, in einer fast familiären Umgebung. Das Licht im Saal war komplett abgeschaltet, so konnten die von der Stupfericher Jugendwerkstatt produzierten und  auf den Tischen verteilten Kerzenlichter eine warme Lichtstimmung erzeugen.

Stimmung beim Diaabend mit Hans Pallasch
Bilder und Text: Siegfried Becker,  Link zur Bildergalerie

Die  zirka 80 Zuschauer und Zuhörer wurden  durch offene  Fragen  in die Präsentation eingebunden. So entstand recht schnell ein Dialog zwischen dem Publikum und den Moderatoren.

Wir möchten hier einige der Publikumsbemerkungen aufzeigen:
- wie kommt denn der karch do nah
- der lebt a scho lang nemme
- do guck naa, die spiele mit nacktem Owerkörber
- son Zapfestroich isch scho was Bsonneres
- des war de Umzug von de Feierwehr, do sinn rodweiße  Fähnle gschbannt
- do guck de Dings mit seine Gaise, wie hoist da , de Dings,  na de ....
- des ware so a paar Grazie
- do vorne laufe d´ Jungfraue von Stupfrich
- des war de damalige Kommandant
- der hat do awer noch besser ausgseh
- des isch awer en Fassastich, do liegts moischte auf de Stross
- domols gabs noch d´ Flüschtertüt
- huch, des bin jo ich,  schnell weiter..
- des isch net mei Fraa
- des isch doch s´Grabetz ihre Rosi
- der do vorne isch de Bimbam

Ludwig Kast moderierte die Veranstaltung mit Charme und Witz wobei er fast keine Frage unbeantwortet lassen musste. Und,  war einmal eine Information nicht parat, so fand sich in Sekundenschnelle eine Antwort im Publikum.
Ein gelungene Veranstaltung, die sicherlich eine Fortsetzung finden wird.
Die neue Veranstaltungsreihe  "Stupfericher Lebensart" soll laut Information des Veranstalters, der CDU Stupferich,  lokalen Persönlichkeiten und Gruppen zukünftig ermöglichen,  im heimatlichen Umfeld einen kulturellen Beitrag zu leisten.
Weitere Ideen sind  dort gefragt,  ein Ort lebt von Aktionen  in Zusammenarbeit mit Vereinen, eventuell auch politischen Gruppierungen.
Kleine Unterschiede politischer Grundgedanken sollten hierbei jedoch kein Hinderungsgrund sein, die Veranstaltungen gegenseitig zu besuchen und damit zu bereichern. Denn  Kultur ist grenzenlos und öffnet Türen.

S.Becker

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 17. Dezember 2009 um 14:41 Uhr
 
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OB Fenrich würdigt Verdienste des verstorbenen Altstadtrats Günther Rüssel

Sein engagiertes Wirken hat das Gemeinwesen in der Stadt geprägt

Als einen Mann der Tat, „dessen engagiertes Wirken das Gemeinwesen in unserer Stadt geprägt hat“, hat Oberbürgermeister Heinz Fenrich den verstorbenen früheren Stadtrat Günther Rüssel bezeichnet. In seinem Kondolenzschreiben an die Angehörigen sprach er im Namen der Stadt Karlsruhe und ihres Gemeinderats wie auch ganz persönlich das herzliche Beileid aus. „Er brachte sich mit Sachverstand, Durchsetzungsvermögen und Ideenreichtum 41 Jahre in den Gemeinderat der Stadt Karlsruhe ein. An der Spitze der CDU-Gemeinderatsfraktion hielt er 24 Jahre die Fäden in der Hand“, so Fenrich in seinem Schreiben. Als Kommunalpolitiker mit Leib und Seele sei er vor Ort bei den Menschen gewesen und habe versucht zu helfen, wo er konnte, so das Stadtoberhaupt. Angebote, in die Bundes- oder Landespolitik zu wechseln, habe Günther Rüssel daher stets ausgeschlagen.

Im Gemeinderat sei er ein maßgeblicher Mitgestalter bei einer Vielzahl von bedeutsamen Entscheidungen gewesen. Fenrich: „Ich denke hierbei besonders an das Zentrum für Kunst und Medientechnologie, die Messe Karlsruhe sowie Stadthalle und Europahalle. Auch die Belange von Kindern, Senioren und der Sozialbereich sowie der Sport lagen ihm am Herzen.“ Zudem förderte er die Städtepartnerschaften besonders mit Halle oder Temeswar, vermittelte Kontakte und organisierte Hilfstransporte. Die Stadt Temeswar verlieh Günther Rüssel in Anerkennung seiner Verdienste die Ehrenbürgerwürde. Unvergessen bleibe auch, so OB Fenrich, sein Einsatz für das Haus der Heimat, den Bürgerball und für das Gehörlosenzentrum, dessen Gründer und Motor Rüssel war.

Fenrich weiter: „Sein beispielhaftes Wirken fand mit der Verleihung einer Vielzahl von Auszeichnungen, darunter dem Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland und der Ehrenmedaille der Stadt Karlsruhe eine besondere Würdigung. Seine Verdienste „bleiben auch durch die dunklen Wolken der jüngsten Vergangenheit ungeschmälert“, betonte Fenrich abschließend, über die vielen gemeinsamen Jahre in der Kommunalpolitik sei er Günther Rüssel persönlich als Partner und Freund verbunden gewesen.