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Neue Regeln für das Gehwegparken

Planungsausschuss: Auf konkurrierende Nutzungsansprüche reagieren/Rahmenplan Höhenstadtteile diskutiert

Auf eine neue Grundlage soll in Karlsruhe das Gehwegparken gestellt werden. Mit der klarstellenden Handhabung für das Parken im öffentlichen Straßenraum  will die Stadt auf zunehmende Beschwerden aus der Bevölkerung reagieren sowie auf Probleme, die sich durch konkurrierende Nutzungsansprüche ergeben. Auch aus dem Verkehrsentwicklungsplan (VEP) ergibt sich Handlungsbedarf für die Bausteine „Fußgänger“ und „Parken“. Der VEP nennt unter anderem die Aspekte Sicherheit für Fußgänger, das Parken ordnen sowie Betrachtung des fließenden Verkehrs mit teilweise kritischen Situationen für Feuerwehr und Rettungsfahrzeuge. Der Planungsausschuss stimmte am Donnerstag, 16. Januar, unter Leitung von Bürgermeister Michael Obert mehrheitlich zu, ein Konzept zum Gehwegparken auf den Weg zu bringen und nun in die detaillierte Prüfung zu gehen.

Die Stadt  rückt damit -  nach Umsetzung der Maßnahmen  - von der bisherigen Praxis ab, das Parken unter Mitbenutzung des Gehwegs zu tolerieren, sofern für Fußgänger eine Breite von 1,20 Metern verbleibt. Im künftigen Konzept zum Gehwegparken generell nicht mehr geduldet werden soll etwa die Mitbenutzung des Gehwegs, obwohl eine ausreichend breite Fahrbahn vorhanden ist. Das Vorgehen soll sich auf Basis der Straßenverkehrsordnung vor allem an der jeweiligen Gehwegbreite orientieren. Zur Frage, welche Lösungen sich in den einzelnen Quartieren anbieten, wird die Verwaltung auch die Bürgerschaft einbinden.

Im Ausschuss war man sich im Klaren darüber, dass die Umsetzung nicht immer einfach werden wird und es in einzelnen Fällen auch Diskussionsbedarf geben wird. Im nächsten Schritt werden nun die betroffenen Straßenzüge genauer betrachtet und geeignete Maßnahmen herausgearbeitet. Über die Ergebnisse der Analyse sowie Umsetzungsüberlegungen wird die Stadt dann voraussichtlich im Herbst dieses Jahres die Bevölkerung informieren.

Rahmenplan: Gemeinsames Miteinander auf der Höhe

Den städtebaulichen Blick in die Zukunft wollen die Karlsruher Höhenstadtteile gemeinsam werfen. Im städtebaulichen Rahmenplan für Stupferich, Hohenwettersbach, Grünwettersbach und Palmbach sowie Bergwald und Wolfartsweier sind langfristige Ziele verankert. Nach einem breit angelegten eineinhalbjährigen Beteiligungsprozess diskutierte auch der Planungsausschuss den vom Büro Sippel ais Stuttgart erarbeiteten Rahmenplan. Bevor das weitere Vorgehen bis zur konkreten Umsetzung festgezurrt wird, werden sich nun die Ortschaftsräte in ihren jeweiligen Sitzungen mit den Stärken und Schwächen der einzelnen Stadtteile, mit den vorgeschlagenen stadtteilübergreifenden Zielen und den auf die jeweiligen Stadtteile zugeschnittenen Maßnahmen befassen. Intention des Rahmenplans ist, das gemeinsame Verständnis und Handeln für die Höhenstadtteile zum Vorteil aller zu stärken.

Während Wettesbach, Hohenwettersbach und Stupferich eher als Lage „auf der Höhe“ mit gleichem räumlichen Charakter bei nach wie vor wahrnehmbaren dörflichen Wurzeln gesehen werden, hat die nach einer Rodung entstandene Bergwaldsiedlung als einziger  Stadtteil „on Top“ einen direkten Sichtbezug von der Schwarzwaldrandhöhe auf die Rheinebene. Wolfartsweier versteht sich als Ankommenspunkt mit dem ÖPNV und „Basislager“ zu den Höhenstadtteilen. Allen gemeinsam ist, dass sie funktionale, emotionale und räumliche Verflechtungen haben und so als Einheit innerhalb der Gesamtstruktur von Karlsruhe gesehen werden müssen.

Zu den übergeordneten Zielsetzungen für die Höhenstadtteile gehören Mobilität, Nahversorgung, Kultur und Bildung, positive Rahmenbedingungen speziell für Familien und alte Menschen, Erholungsfunktion und ortsbezogene Identitäten. Als zentrales Element wird die mittelfristige Weiterentwicklung des Mobilitätsangebots gesehen als Rückgrat für zentrale, gut erreichbare Angebotsstrukturen in den anderen Handlungsfeldern. Denn die Angebote können nicht im „Gießkannenprinzip“ in allen Stadtteilen vorgehalten werden, sondern sollen für mehrere Stadtteile an einem spezifischen Ort entwickelt werden.

Vorschlag ist, ein gemeinschaftlich ausgerichtetes ÖPNV-Angebot zu entwickeln  - ein „ÖPNV-Rundkurs“ mit möglichst direkter Erreichbarkeit der Stadtteile untereinander, besserer Anbindung zum Umland oder auch der Weiterführung der Stadtbahn Richtung Ettlingen. Eine sichere Radwegeanbindung von Wettersbach an Wolfartsweier gehört ebenso zu den Ideen wie die Vernetzung der Radwegeverbindungen ins Umland, Car-Sharing-Angebot und Pedelecs-Ladestationen.

Bei der Analyse der Stärken und Schwächen der einzelnen Stadtteile zeigt sich, dass jede Siedlung ihre ganz individuelle und vielschichtige Problemlage hat. Dennoch ist allen gleich, dass Lösungen in einer gezielten Innenentwicklung  zu suchen sind. Mit unterschiedlicher Intention sollte sich diese, so die Empfehlungen, beispielsweise in mehreren Höhenstadtteilen den Ortsdurchfahrten oder auch der Nahversorgung widmen.

Für den Bergwald heißt es, die ursprünglichen Qualitäten wieder stärker mit Leben zu füllen - sich rückzubesinnen auf die aussichtsreiche Hanglage in Kombination mit ruhigen abgeschiedenen Wohnanlagen. Ansätze könnten hier die Akzentuierung des Bergwaldangers, der Aufbau eines Quartiersmanagements oder auch die Aufwertung der Wohnqualität der Hochhäuser. In Grünwettersbach zielen Vorschläge  - wie die Umgestaltung der Ortsdurchfahrt „Am Wetterbach“, Freiraumplanung Wetterbach und Sanierungsgebiet im historischen Ortskern  - insbesondere auf die Sicherung einer verbindenden Ortsidentität. Auch für Palmbach liegt der Fokus neben der Ortsdurchfahrt auf der Aufwertung des Freiraums und Nahversorgung, um historische Qualitäten der früheren Waldensergemeinde wieder zu entdecken.

Auch in Hohenwettersbach gehören Nahversorgung und die Umgestaltung der Ortsdurchfahrt zu den Handlungsfeldern. In der Diskussion mit der Öffentlichkeit entstanden ist etwa die Idee, sich bewusst dem Freiraum als der „guten Stube“ des Stadtteils zuzuwenden. Bei wachsender Ortsstruktur solle man sich mit einem abgestuften Konzept für den Gesamtfreiraum und differenzierten funktionalen Angeboten um dieses verbindende Element des Stadtteils kümmern. Auch für Stupferich spielt die Ortsdurchfahrt mit den Aspekten Verkehrssicherheit und Lärmminderung  eine Rolle. Neben der baulichen Innenentwicklung gegebenenfalls sogar über ein Sanierungsgebiet nördlich der Kleinsteinbacher Straße werden eine stärkere fußläufige Vernetzung der Ortslage und die Sanierung der Bergleshalle für sinnvoll gehalten.

Für Wolfartsweier bereits positiv ausgewirkt haben sich die Ortsumfahrung und der Stadtbahnanschluss. Allerdings sollte die Endhaltestelle besser mit dem Stadtteil vernetzt werden. Weitere Vorschläge beziehen sich unter anderem auf den Standort Zündhütle, da dieser Mittler zwischen Wolfartsweier und den übrigen Höhenstadtteilen ist. Idee ist, den Zündhütleturm als Auftakt für die Höhenstadtteile zu inszenieren sowie das parkähnliche Umfeld und den öffentlichen Raum in der Siedlung selbst aufzuwerten.

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