22 | 09 | 2017
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300 Jahre Thomashof - ein tolles Fest empfiehlt sich seinen Besuchern

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Der Köhler Thomas Faißt aus Baiersbronn bei seiner einmaligen Arbeit auf dem Thomashof.
Fotodokumentation: Samuel Degen

Welch eine Attraktion auf dem Thomashof. Anlässlich der gestern eröffneten Festwoche mit dem Entzünden des Kohlenmeilers findet nun die ganze Woche über ein attraktives Programm statt.
Bei heutigen Matinee mit der Musikschule Diapason aus Durlach in der Doll-Scheune sowie dem Jagdhornbläsercorps Karlsruhe direkt am Kohlenmeiler waren sehr viele begeisterte Gäste anwesend. Sogar der unserem Stupferich sehr zugetane CDU Landtagsabgeordnete Manfred Groh beehrte heute Nachmittag die matschige "Köhlerwiese" mit seinem Besuch.

Am kommenden Sonntag, den 24.10.2010 findet dann das Fest ganztägig seinen Höhepunkt. An diesem Tag soll der von der italienischen Holzkünstlerin Laura Danzi aus einem riesigen Eichenstamm geschaffene "Thomashöfer" enthüllt und auch der Kohlenmeiler ausgezogen werden. Spätestens dies sollte wirklich nicht verpasst werden - ein Besuch lohnt aber bereits jetzt. Das Festkomitte um die Stupfericherin Petra Lott, die eine Nachfahrin des Köhlers Thomas Dörner ist, der den Thomashof vor 300 Jahren gründete, hat ganze Arbeit geleistet. Ein wunderbares und abwechslungsreiches Angebot und Programm in unserer herrlichen Stupfericher Natur.

Allein der riesige, aus 15 Ster Holz fachmännisch errichtete Kohlenmeiler ist einen Besuch wert. Anerkennung rundum, niemals zuvor hatte jemand der Zuschauer so etwas gesehen.

So wurde das Buchenholz, das die Sauschwänzles vergangenen Winter im Wald ringsum geschlagen hatten, zwei Tage lang vom Köhler Thomas Faißt mit Hilfe der Stupfericher Mannen um ihren Vorstand Jochen Nagler auf einer zuvor errichteten Holzplattform in 1 Meterstücken kreisförmig senkrecht stehend so dicht ca. 3 Meter hoch aufgeschlichtet, dass kaum Lufträume verblieben. Danach wurde der gigantische "Holzberg" mit frischem Gras komplett abgedeckt. Nun folgte der ebenso zwei Tage lang dauernde, ca. 15 cm starke Auftrag der "Lösche", die zuvor wie Zement mit Wasser angemischt wurde. Die Lösche wurde mit Hilfe alter Karten im Schwarzwald aus über 100 Jahre alten Kohlenmeilern gefunden, ausgegraben und zum Thomashof gebracht. Ein schwarzes Gemisch aus Asche, Erde und Kohlenstückchen. Danach wurde der Kohlenmeiler gestern ganz oben durch ein Feuer entzündet. Diese letzte Stelle wurde nach der Entzündung auch mit der Lösche gedichtet.
Die Luft zum kontrollierten Abbrand bekommt der Meiler durch wenige Löcher, die der Köhler von außen mit seiner langen Stange 24 Stunden am Tag und eine Woche lang durch die Lösche in die Glut sticht.

Die Sauschwänzles haben zwei Bauwagen neben dem Meiler aufgestellt, in denen die Wachen stundenweise etwas schlafen können. Bereits in der ersten, also der vergangenen Nacht, zeigte der Meiler, wer hier das Sagen hat. Mitten in der Nacht entwickelte er urplötzlich eine gewaltige Feuerkraft, die die mit vollem Einsatz schuftenden Männer nur in allerletzter Minute bändigen konnten.

Stupferich.org begleitet und dokumentiert diese einmalige Veranstaltung fotografisch, lassen Sie sich überraschen....

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