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Tiere und Pflanzen des Jahres sind auch in Karlsruhe zu finden

Baum des Jahres

Trauben-Eiche, Grünspecht und Co

Einer ganzen Reihe Pflanzen und Tieren wird alljährlich von unterschiedlichen Jurys das Attribut "des Jahres" verliehen. Weil sie besonders gefährdet, besonders schützenswert, besonders selten oder besonders schön sind. Oder aus vielerlei anderen Gründen. Auch in und um Karlsruhe lassen sich 2014 solcherart ausgezeichnete Tiere und Pflanzen bewundern.

Da wäre etwa die Trauben-Eiche, der Baum des Jahres 2014. Nach der häufiger anzutreffenden Stiel-Eiche ist dieser Baum die zweite Eiche mit der Ehrung. "Die Wahl dieser ökologisch und ökonomisch wertvollen Baumart zum Baum des Jahres freut mich sehr", sagt Ulrich Kienzler, Leiter der Forstabteilung im Liegenschaftsamt. Der Baum, der sich in Karlsruhe unter anderem im Hardtwald findet, kann bis zu 350 Jahre alt werden. Auch alte Bäume sind wertvoll. Denn sie bieten etwa dem geschützten Eichen-Heldbock Unterschlupf, wie Kienzler erläutert. "Das Holz der Trauben-Eiche", weiß Kienzler, "ist das klassische Holz für das Barrique-Weinfass oder für wertvolle Holzfurniere." Den Germanen galt die Eiche als Heiliger Baum, im Mittelalter genoss sie als Mastbaum für die Waldweide - auch im Hardtwald - eine hervorragende Bedeutung. Es gab sogar das Sprichwort "An den Eichen wachsen die besten Schinken", weil sich die Schweine bei der Waldweide von den Eicheln ernährten. 300 Jahre lang wurde die Eiche allerdings schonungslos genutzt. Mit den Erlösen des Holzverkaufs wurden Kriege finanziert. Der Schiffsbau fraß ganze Eichenwälder weg. Und auch im Hausbau war Eichenholz sehr beliebt.

„Heute tritt unter dem Aspekt des Klimawandels und der hohen Bedeutung für den Natur- und Artenschutz der Anbau der Eiche wieder mehr in den Vordergrund“, berichtet Ulrich Kienzler. Dafür ist aber aktives waldbauliches Handeln notwendig, das heißt die jungen Trauben-Eichen müssen auf lichteren Flächen gepflanzt und vor Wildverbiss geschützt werden. Ein großes Problem stellt der Wurzelfrass der Engerlinge dar. Diese fressen die Feinwurzeln der jungen Bäume, so dass fast immer Nachpflanzungen nötig sind. Im Hardtwald wird so versucht, jedes Jahr auf einer Fläche von einem Hektar Eichen nachzupflanzen. Das Land als Waldbesitzer wendet dafür je Hektar Kosten von etwa 15.000 Euro auf. Eine vergleichbare Kiefern-Pflanzung kostet nur die Hälfte davon.

Weitere Tiere und Pflanzen des Jahres

Der Grünspecht, Vogel des Jahres, ist der einzige Specht, der am Boden zu beobachten ist. Denn seine Leibspeise sind Ameisen. Er braucht lichte Wälder und Streuobstwiesen, wie sie etwa in Wettersbach zu finden sind. Aber er ist auch an vielen anderen Stellen in und um Karlsruhe zuhause. Dagegen nur vereinzelt ist die Schwanenblume zu entdecken. Die Loki-Schmidt-Stiftung hat sie zur Blume des Jahres 2014 auserkoren. Sie ist eine Pflanze der Rheinniederung, die feuchten Boden oder flache Gewässer benötigt.

Dort ist dann vielleicht auch die Gelbbauchunke zu finden, der Lurch des Jahres. Sie lebt in flachen Tümpeln, die auch mal austrocknen, wie es sie beispielsweise am Weingartener Moor gibt. An trockenen Stellen lebt relativ häufig der Schmetterling des Jahres. Der Wolfsmilchschwärmer fliegt von Mai bis Juli und hat eine Flügelspannweite von sieben bis acht Zentimeter. Seine Raupe lebt in der Zypressenwolfsmilch.

Das Tier das Jahres, das Wisent, war nahezu ausgestorben und hat keine natürlichen Standorte mehr. Allerdings kann es im Tierpark Oberwald beobachtet werden.

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