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Erste Bergdorfübung in diesem Jahr führt über 40 Kameraden in die verrauchte Tiefgarage der Firma PI

(mon). Tiefgaragenbrand mit starker Rauchentwicklung und vermissten Personen bei der Firma PI auf der Römerstraße: Alarmstichwort B2.2. Brand 2 innerorts für die Abteilungen aus Wettersbach, Stupferich, Hohenwettersbach und Wolfartsweier. Es handelt sich um eine Großübung der "Bergdorfabteilungen", die mit leistungsstarken Nebelmaschinen und lebendigen Mimen jedoch täuschend echt vorbereitet wurde.

Die Martinshörner schrillen am 18.10.2014 durch die Ortsteile, binnen fünf Minuten nach dem Alarm der automatischen Brandmeldeanlage ist das erste Einsatzfahrzeug vor Ort. Nachdem die Meldeanlage ausgelesen und das Gebäude von außen erkundet wurde, bahnen sich die ersten Einsatztrupps unter Atemschutz mit ihrer rund ca. 30 kg schweren Ausrüstung den Weg in das Ungewisse der Tiefgarage. Die Anzahl der Vermissten ist den Einsatzkräften zu diesem Zeitpunkt nicht bekannt.

Die eigene Hand vor Augen ist gerade noch, die Umgebung einen halben Meter weiter weg überhaupt nicht mehr zu erkennen. Der Wasserschlauch ist dabei, jedoch nur zur Sicherheit für Retter und Vermisste und zur Orientierung auf dem Rückweg. „Menschenrettung ist erstes Hauptaugenmerk, erst wenn wir sicher sind, dass alle Personen gefunden sind, beginnt die Brandbekämpfung“, erklären Abteilungskommandanten Michael Freis aus Wettersbach und Siegbert Becker aus Stupferich das strategische Vorgehen. Zum Einsatz kommen auch die Wärmebildkamera und mehrere Überdrucklüfter.

Das DRK Wettersbach war neben den sechs Einsatzfahrzeugen der Feuerwehr aus den vier Abteilungen mit ihrem „Duster“ im Einsatz, um den Hausmeister, der aufgrund der Aufregung einen Herzinfarkt erlitten hat, sowie die weiteren Verletzten zu versorgen.

Zwei Mitarbeiter hatten bei angenommenen Löschversuchen mit Feuerlöschern durch die starke Rauchentwicklung das Bewusstsein verloren und mussten in der etwa 5000 m2 großen Garage zunächst gefunden und anschließend gerettet werden. Rund 20 Minuten nach der Alarmierung ist die erste Person in Sicherheit, fünfzehn Minuten später ist auch die letzte Person gerettet. Nachdem auch der fiktive Brand gelöscht ist, können die 42 vor Ort befindlichen Feuerwehrmänner und -frauen nach etwa einer Stunde die Übung erfolgreich beenden.

„Man merkt, dass solche gemeinsamen Bergdorfübungen auch in Zukunft wichtig sind, um einen ruhigen, geordneten und zielgerichteten Ablauf zu gewährleisten“, so Dr. Markus Pulm von der Branddirektion Karlsruhe, der als Übungsbeobachter anwesend war. Die riesige Fläche, auf der im Ernstfall noch Autos geparkt hätten und unterschiedliche Zugangsmöglichkeiten stellten besonderen Herausforderungen an die Trupps“, resümierte Freis.

Dr. Peter Schittenhelm, Geschäftsführer von PI Physik Instrumente freute sich darüber, „ dass alles funktioniert hat." Es sei aus seiner Sicht im Ernstfall sicher ein Vorteil, wenn die Einsatzkräfte das Gebäude schon kennen“, stellte fest. Auch deswegen habe seine Firma das Objekt gerne für diese Großübung zu Verfügung gestellt.

Zahlreiche interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie der stellvertretende Ortsvorsteher Peter Hepperle aus Wettersbach, Ortsvorsteher Alfons Gartner aus Stupferich und die Wettersbacher Ortschafträte Peter Fehst, Sieglinde Hock, Marcus Brenk sowie Roland Jourdan (der Letztgenannte nahm aktiv an der Übung teil) beobachten mit Herr Weiß vom Polizeiposten Wettersbach gespannt das Übungsszenario, das in dieser Größenordnung glücklicherweise nicht alle Tage vorkommt.


Fotos: Ludwig Kast

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